LSG Bietigheim-Lauffen-Löchgau e.V.
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So funktioniert die Segelflugausbildung

Für alle die sich für das Segelfliegen interessieren und einmal live und nicht nur bei Google alles von oben sehen wollen, gibt es in unserem Verein die Möglichkeit sich zum Segelflugzeugpiloten ausbilden zu lassen. Die Ausbildung ist ab 14 Jahren möglich und zu Beginn eignet sich dafür zum Beispiel unsere Schnuppermitgliedschaft, um herauszufinden, ob man das Segelfliegen zu einem neuen Hobby machen möchte.

Segelflugzeuge brauchen keinen Wind, um fliegen zu können. Sie werden beim Start entweder von einer Winde oder von einem Motorflugzeug auf eine bestimmte Höhe gebracht und gleiten diese dann ab, außer man findet einen Aufwind, der einen weiter nach oben bringt.

Zu Beginn der Ausbildung fliegt man zusammen mit einem Fluglehrer in einem unserer doppelsitzigen Schulungsflugzeuge, einer ASK21. Die ersten Flüge sind dabei vorwiegend zum Kennenlernen des Segelfliegens und zur Orientierung da, der Fluglehrer steuert dabei das Flugzeug von seinem Sitzplatz hinter dem Flugschüler aus. Die ersten Übungen bestehen dann aus dem Geradeausflug und dem Kurvenflug. Sobald diese beherrscht werden geht es dann an das Erlernen des Starts und der Landung.

Sitzen die grundsätzlichen Flugmanöver, so wird das Verhalten in besonderen Situationen erlernt. Das sind zum Beispiel das Vermeiden eines Strömungsabrisses bzw. das Verfahren um das Flugzeug danach wieder unter Kontrolle zu bringen oder ein Seilriss beim Start.

Während der Flugausbildung erlernt man natürlich auch das Verhalten auf dem Flugplatz. In einem Verein ist es wichtig, dass jeder nicht nur fliegt, sondern auch hilft, um einen Flugbetrieb zu ermöglichen. Dies beinhaltet zum Beispiel die Hilfe beim Start, das Ausziehen der Seile von der Winde mit einem Auto und gemeinsam mit anderen, gelandete Flugzeuge aus dem Start- und Landebereich zu ziehen.

Sobald alle Flugmanöver und das Verhalten in besonderen Situationen beherrscht werden, nähert man sich bereits dem ersten Alleinflug. Für diesen ist ein Mindestalter von 14 Jahren erforderlich, sowie eine bestandene Flugtauglichkeitsuntersuchung bei einem Fliegerarzt, genannt Medical. Bis dahin werden durchschnittlich etwa 50-80 Flüge mit dem Fluglehrer gemacht, was bei häufiger Teilnahme am Flugbetrieb bereits nach ein paar Wochen möglich ist.

Bei dem ersten Alleinflug werden 3 Flüge zum ersten Mal ohne den Fluglehrer in der ASK21 gemacht, wobei dieser die Flüge vom Boden aus beobachtet und über Funk immer in Kontakt bleibt.

Am Ende dieses Flugbetriebes gibt es dann außerdem ein kleines Ritual für den neuen Alleinflugpiloten. :-)

Ist dies geschafft, dann werden die weiteren Übungsflüge hauptsächlich allein, zum Teil aber auch noch mit Fluglehrer gemacht. Nach dem ersten Alleinflug wird außerdem bald auf das erste einsitzige Segelflugzeug umgeschult. Das bedeutet, dass die Flüge nun nicht mehr nur auf der ASK21 geflogen werden, sondern z.B. mit einen anderen Segelflugzeug, der LS4. Besonders das Finden und Fliegen in einem Aufwind, der Thermik wird trainiert. Dabei bleibt der Flugschüler aber immer in der Nähe des Flugplatzes.

Danach geht es vor allem in den Wintermonaten, in denen kein Flugbetrieb stattfindet, darum die Theorie zu erlernen. Dafür gibt es z.B. zusammen mit den Fluglehrern anderer Vereine einen kostenlosen Theorieunterricht und auch eine Lernsoftware. Es gibt 9 theoretische Fächer, unter anderem Meteorologie, Flugplanung, Aerodynamik und Navigation.

Nach der bestandenen Theorieprüfung, folgen weitere Schritte der Ausbildung: Zusammen mit einem Fluglehrer wird eine Überlandeinweisung gemacht, in der wichtige Aspekte für die folgenden Überlandflüge (d.h. Flüge die über die Umgebung des Flugplatzes hinaus gehen) erlernt werden sollen. Dazu gehört z.B. die Orientierung von oben in einer fremden Umgebung, Aufspüren von Thermik und die Flugplanung. An einem Tag mit passendem Wetter und guter Thermik folgt nun der in der Ausbildung erforderliche Überlandflug. Dabei muss entweder im Alleinflug eine Strecke von mind. 50km oder zusammen mit einem Fluglehrer 100km zurückgelegt werden.

Nach diesem Flug sind meist alle Kriterien für die Anmeldung zu der praktischen Prüfung erfüllt und es folgt die Prüfungsvorbereitung. Bei der praktischen Prüfung werden zusammen mit einem amtlichen Prüfer 2-3 Flüge im Schulungsflugzeug absolviert. Gefordert werden z.B. auch einige der in der Ausbildung erlernten Übungen wie den Langsamflug und ein Seilriss. Mit dem Bestehen der praktischen Prüfung ist die Ausbildung schließlich beendet.

Nach Erhalt des Segelflugscheins und damit der sogenannten SPL-Lizenz (engl. Sailplane Pilot License) werden nun noch 30 Starts oder 10 Stunden Flugzeit benötigt, um auch Passagiere mitnehmen zu dürfen.

Flugbetrieb findet zwischen April und Oktober immer an den Wochenenden und Feiertagen statt. Die Dauer der Ausbildung hängt stark von der Beteiligung ab und kann bei reger Teilnahme meist nach der zweiten Saison abgeschlossen werden. Ganz eilige haben es auch schon innerhalb einer Saison geschafft.

Für alle die neugierig geworden sind, gibt es die Möglichkeit an einem schönen Wochenende zwischen April und Oktober an unserem Flugplatz in Löchgau vorbeizuschauen.